GILARDY Jewels

DESIGN-SCHMUCK |  JUWELEN-GOLDSCHMIEDE

Edelmetalle

Gold 

Edelmetall Gold

Gold ist ein höchst kostbares Metall, das über viele Jahrhunderte als Geld, Wertgegenstand und vor allem für Schmuckstücke verwendet wurde. Es tritt als Nugget oder in Form von Körnern in Felsen und steinigen Ablagerungen auf. Gold ist ein weiches, glänzendes, gelbes, dichtes und sehr formbares Metall. Als chemisches Element in der periodischen Tabelle, ist es mit dem Symbol "Au" vom lateinischen aurum gekennzeichnet. Wegen seiner relativ chemischen Untätigkeit, wird Gold normalerweise als pures Metall, aber auch in Legierungen gefunden. Gelegentlich treten große Ansammlungen puren Goldes (alias Nuggets), aber meist feinere Körner auf. Diese Körner werden zwischen Mineralkristall-verbindungen oder als Einschlüsse innerhalb von Mineralien wie zum Beispiel Quarz gefunden.

Während des 19. Jahrhunderts traten so genannte "Goldrushes" auf. Diese entstanden immer dann, wenn große Goldablagerungen entdeckt wurden. Bekannt sind vor allem die Goldrushes in Kalifornien, Colorado, Otago, Australien, Witwatersrand, Black Hills und Klondike. Seit 1880 ist Südafrika die Hauptquelle für die weltweite Goldförderung. 1970 betrug der Produktionsanteil Südafrikas 79% an der gesamten Weltfördermenge. Andere Hauptproduzenten sind Kanada, die Vereinigten Staaten und Westaustralien. Auch sibirische Regionen in Russland sind wichtige Förderstellen. Kolar in Indien ist das Beispiel einer Stadt, die auf einem der größten Goldvorkommen Indiens errichtet wurde. In Südamerika strebt das umstrittene Projekt Pascua Lama den Abbau der üppigen Goldfelder in den Höhengebirgen von Atacama, am Rand zwischen Chile und Argentinien an. Man schätzt, dass heute circa ein Viertel der Goldfördermenge aus Kleinminen stammt.


Die Ngwenya Goldmine in Swasiland / Südafrika


Goldader in Kristallquarz-Gestein


Reines Gold ist für den gewöhnlichen Gebrauch zu weich und wird durch die Legieren mit Silber, Kupfer und anderen Metallen gehärtet. Wenn Gold als Schmuckstück gehandelt und verkauft wird, misst man es in Karat (K), wobei reines Gold 24K beträgt. Jedoch wird es fast ausschließlich in der Feinheit von 18K, 14K und 9K verwendet. Ein niedrigeres "K" zeigt einen niedrigeren Anteil von Feingold und damit einen höheren Anteil von Kupfer oder Silber an, die der Legierung beigemischt werden, während Kupfer das häufiger verwendete Metall von beiden ist. Das Karatsystem wird in zunehmendem Maße durch das millesimale Feinheitssystem ergänzt oder gar ersetzt, in dem die Reinheit durch Teile pro Tausend von reinem Metall in der Legierung bezeichnet wird.

Die meistverwendeten Karatfeinheiten in der Schmuckherstellung und Goldschmiede sind:

18 Karat (Feinheit 750 / 000) 

14 Karat (Feinheit 585 / 000) 

9 Karat (Feinheit 375 / 000) 

8 Karat (Feinheit 333 / 000)

 

Platin

Edelmetall Platin

Die Angaben der ältesten uns bekannten Platinfunde variieren von 500 v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. Erstmals bekannt wurde Platin (engl.: platinum) durch die Eroberung Amerikas durch Kolumbus. Die Spanier fanden bei den südamerikanischen Indianern der Mayavölker Plastiken und Skulpturen aus Platin. Unklar ist jedoch, ob die Mayas das silberglänzende Metall mit Silber verwechselten oder als ein anderes Metall erkannten. Die Spanier jedenfalls konnten mit dem Metall zunächst nichts anfangen. Weil Platin ähnlich schwer wie Gold ist, setzten sich beim Goldwaschen kleine Körnchen eines grauweißen Metalls ab. Sie nannten die Kügelchen "platina" (= im Spanischen: abwertende Form für "kleines Silber") und beachteten diese nicht weiter.  

 

Als eigenständiges Metall wurde Platin 1557 von dem italienischen Gelehrten Giulio Cesare Scaliger beschrieben. Es vergingen jedoch über 200 Jahre, bis der Franzose Guyton de Morveau eine industriell verwertbare Schmelzmethode entwickelte. Danach ging es Schlag auf Schlag. In den Folgejahren prägte sich der Begriff „weißes Gold" und Platin wurde in Europa immer begehrter. Dies lag zunächst an seinem geringen Preis und der annähernd gewichtsmäßigen Übereinstimmung mit Gold. Im Jahr 1758 untersagte das spanische Königshaus den Platinhandel, da Fälscher Münzen aus billigem Platin herstellten und sie mit Gold überzogen. Die vermeintlich wertlosen falschen Münzen wurden kurzerhand im Meer versenkt.

 

Bis zum Jahr 1825 stammte das gesamte Platinangebot aus Kolumbien. 1819 entdeckte man in Russland erstmalig das seltene Platinmetall, wie auch den 12 kg schweren Platinnugget im Jahr 1843. Mit 3.500 kg überstieg die Produktionsmenge 1843 den damaligen globalen Bedarf bei weitem. Im Jahre 1902 förderte Russland bereits 94% der Weltplatinproduktion und die praktisch existierende Monopolstellung Russlands hielt bis Anfang der 1920er Jahre des letzten Jahrhunderts an. 1925 wurden in Südafrika riesige Platinvorkommen entdeckt, es folgten Kanada (1912), Alaska (1936) und andere Länder.

 

 

Silber

Edelmetall Silber

Silber, vom angelsächsischen Seolfor und vom althochdeutschen Silabar, ist seit der antiken Zeit bekannt. Es wird im Buch der Genesis erwähnt und Schlackehaufen die in Asien und auf den Inseln des ägäischen Meeres gefunden wurden, weisen darauf hin, dass Silber schon im 4. Jahrtausend v. Chr. gewonnen wurde. Silber ist ein chemisches Element, welches in der periodischen Tabelle mit dem Symbol "Ag" (vom lateinischen Wort argentum) gekennzeichnet ist. Es ist ein sehr duktiles und formbares Metall, aber etwas stärker als Gold. Die leuchtende, weiße und metallische Farbe kann einen hohen Grad an Glanz hervorbringen.  

 

Silber hat die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle, die sogar stärker als Kupfer ist. Allerdings verhindert sein höherer Preis, dass es anstelle von Kupfer für elektrische Zwecke verwendet wird. Dieses Metall wird wegen seiner Schönheit häufig für die Kreation von Schmuckstücken und Silberwaren verwendet, die traditionsgemäß aus einer Legierung gefertigt werden, die "Sterlingsilber" heißt. Sterlingsilber besteht aus 92,5% Silber und wird üblicherweise mit Kupfer legiert. Europäer fanden sehr große Mengen an Silber in der neuen Welt bei Zacatecas und in Potosí, was eine massive Silberinflation in Europa auslöste. Silber, das auch in China extrem wertvoll war, wurde ein globales Gebrauchsgut und trug auch zum Aufstieg des spanischen Reiches bei. Der Aufstieg und Fall seines Wertes beeinflusste nachhaltig den kompletten Weltmarkt. Der "Rio de la Plata" wurde nach Silber (im Spanischen plata) benannt und verlieh im Laufe der Zeit auch Argentinien seinen Namen. Die Hauptquellen von Silber sind Kupfer, Kupfer-Nickel, Gold, Blei und Blei-Zink Erze die in Kanada, Cobal, Ontario, Mexiko (historisch Batopilas), Peru, Australien und den Vereinigten Staaten gefunden werden.